Ich überlege schon länger, ob ich mal zu einem Brettspieltreffen in meiner Stadt gehen soll. Die Idee ist eigentlich total schön, aber ich habe etwas Sorge, dass die Gruppen schon sehr eingespielt sind und ich als Neuling einfach dazwischen sitze. Letztes Wochenende bin ich dann tatsächlich am Laden vorbeigelaufen, wo so ein offener Spieleabend stattfand, und habe es mich doch nicht reingetraut. Wie war das bei euch, als ihr das erste Mal zu so einem regelmäßigen Event gegangen seid? Habt ihr euch auch so komisch gefühlt?
Beim ersten Mal beim Brettspieltreffen fühlt sich das an wie ein Sprung ins kalte Wasser. Der Laden wirkt groß und fremd, die Tische sind voller Leute, du stehst am Rand und fragst dich, ob du wirklich dazugehörst. Dann kommt jemand auf dich zu, sagt hallo, und plötzlich bist du doch Teil einer Runde, auch wenn der Mund trocken bleibt.
Aus der Sicht eines Neuen beim Brettspieltreffen macht es Sinn, dass man sich zuerst fehl am Platz fühlt. Die Gruppe hat Routine, du kennst noch kaum die Spiele, aber die Offenheit lässt dich leichter atmen, wenn jemand eine Runde erklärt und fragt ob du mitmachst.
Ich hab gedacht das wird nur eine trockene Szene aus Regelwerken, aber schnell merkst du dass es eher ums gemeinsame Erzählen geht. Man redet, man probiert, man lacht.
Wird man am Anfang wirklich akzeptiert oder ist das nur der Eindruck einer großen Gruppe?
Skeptisch bin ich geblieben doch der Gedanke dass man sich langsam einspielen kann hat mich neugierig gemacht. Vielleicht ist der Trick ja gar nicht das perfekte Spiel sondern wer dir den Einstieg erleichtert.
Vielleicht lässt sich der Blick auch ändern wie man es oben beschreibt und man sucht sich eine kleine Idee aus die man am Rand diskutiert statt gleich mitzuspielen.