Ich sitze hier schon wieder am späten Abend am Küchentisch und starre auf meinen Laptop, obwohl die Kinder längst schlafen sollten. Eigentlich wollte ich heute nur bis halb sieben arbeiten, aber dann kam noch eine dringende Mail und plötzlich ist der ganze Abend wieder weg. Ich frage mich, wie andere das machen, diese Grenze wirklich zu ziehen. Bei mir verschwimmt alles, und ich merke gar nicht, wie die Arbeit sich in die Familienzeit schleicht.
Du kennst sicher das Gefühl dieser Abend schmilzt dahin und der Laptop bleibt im Blick Die Kinder schlafen längst und doch zieht sich der Abend weiter hinein.
Vielleicht ist es nicht die Menge Arbeit sondern der Reiz der ständigen Verfügbarkeit Man fühlt sich gebraucht und vergisst wo man endet.
Ich dachte heute Abend klappt es besser Wenn ich später starte wird alles besser doch der Fluss bestimmt das Tempo.
Ob eine klare Grenze überhaupt sinnvoll ist bleibt fraglich wer entscheidet darüber?
Vielleicht geht es um Rhythmus statt um harte Grenzen Wir könnten kleine Rituale finden eine Pause vor dem Licht aus dem Bildschirm.
Ein Gedanke der mir begegnet ist das Konzept der reflektierten Routine Ohne sofort eine Lösung zu bieten aber es öffnet eine Tür.
Was würde sich ändern wenn der Laptop heute Abend ganz wegbleibt und der Morgen uns die Frage neu stellt?