Wie setze ich erkenntnisse aus der therapie im alltag um?
#1
Ich bin seit ein paar Monaten in Therapie und eigentlich läuft es gut. Aber seit kurzem habe ich das Gefühl, dass ich zwischen den Sitzungen oft völlig den Faden verliere. Die Klarheit, die ich dort manchmal habe, löst sich zu Hause einfach in Luft auf. Ich frage mich, wie andere Leute das machen, diese Erkenntnisse wirklich in den Alltag zu tragen, ohne dass sie so schnell verblassen.
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#2
Das klingt nachvollziehbar, dieser Zwischenraum zwischen den Sitzungen. Vielleicht hilft eine kleine Gewohnheit wie drei Sekunden innehalten, bevor du rausgehst, um die Klarheit aus der Sitzung etwas länger zu tragen. Achtsamkeit klingt dabei wie ein Wort, aber vielleicht ist es einfach nur aufmerksam bleiben.
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#3
Vielleicht liegt der Knackpunkt darin dass der Alltag den Raum der Sitzung nicht einfach reproduziert. Kerngedanken in drei kurze Sätze gepackt und sich im Verlauf des Tages daran zu erinnern könnte helfen, aber das muss getestet werden. Denkst du dass solche kurzen Wiederholungen funktionieren?
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#4
Vielleicht wird die Sache hier so gesehen als müsste man eine Erkenntnis wie einen festen Ort am Kühlschrank anbringen. In Wahrheit wandert sie eher wie Nebel durchs Zimmer und lässt sich nicht dauerhaft festhalten. Vielleicht ist der Trick eher, sich nicht auf den einen Moment zu verlassen sondern die Richtung immer wieder neu zu prüfen.
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#5
Was wenn der Sinn nicht darin besteht Erkenntnisse dauerhaft festzuhalten sondern die Frage selbst zu weiterzuerzählen wie ein roter Faden der sich verändert Wenn du jeden Tag nur kurz fragst was sich heute in deinem Denken verändert hat bleibt Raum offen und du musst dich nicht an eine statische Botschaft klammern
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