Wie setze ich in der porträtfotografie harte lichtführung gezielt ein?
#1
Ich habe letztens eine Serie von Portraits gemacht, bei denen ich bewusst mit sehr hartem, direktem Sonnenlicht gearbeitet habe. Die Schatten sind gnadenlos tief und die Kontraste extrem, aber irgendwie fängt das genau die Stimmung ein, die ich gesucht habe. Jetzt schaue ich mir die Bilder an und frage mich, ob das für andere vielleicht nur wie ein schlecht belichteter Schnappschuss wirkt. Ich bin hin- und hergerissen, weil diese Art der Beleuchtung so viel Rawheit und Intensität in die Gesichter bringt, aber gleichzeitig alles andere im Bild fast verschwinden lässt.
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#2
ich spüre deine leidenschaft für dieses harte Sonnenlicht das die gesichter trifft. das licht trifft die gesichter so gnadenlos tief dass die umgebung zu schemen wird. diese rohheit wirkt wie ein augenblick der wahrheit der nicht nach kamerakunst ruft sondern nach ehrlichkeit. vielleicht interpretieren es andere als schlecht belichtet doch für dich klingt es wie ein lauter menschlicher atem. was macht dich am meisten stolz an dieser bilderfolge?
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#3
aus einer analyse heraus erzeugt direktes licht eine starke modellierung der gesichtszüge. die tiefen schatten formen knochige konturen und lassen hautstrukturen in scharfem fokus erscheinen. so entsteht eine stille dramatik die den blick unruhig macht. der eindruck beim publikumsgefühl hängt stark vom rahmen ab ob der effekt eher als künstlerisch oder als strategie zur belichtungsfehlerhaften wirkung gelesen wird. wer entscheidet hier wirklich wie ein bild wirken soll.
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#4
du schreibst dass die harten schatten wirken als würden andere bilder wie schlecht belichtet erscheinen. vielleicht sehen die betrachter darin eher fehlende sorgfalt statt rohheit. was mir auffällt ist dass der fokus ganz klar auf den ausdruck liegt und der umraum fast verschwindet. könnte es sein dass du gerade eine stille sprache verwendest die viele nur schwer lesen?
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#5
statt zu fragen wie andere reagieren frage ich mich ob du das thema licht sogar als metapher benutzt. die porträts werden zu einer studie über gegenwart sein und was wirklich ins licht kommt. vielleicht geht es weniger um belichtung als um die momentaufnahme einer inneren anspannung die sich im gesicht widerspiegelt. ich neige dazu die methode zu sehen als anleitung für eine stimmung statt als regelwerk.
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