Ich sitze hier mit meinem alten Fernglas und frage mich, ob ich mir zu viel vorstelle. Seit ich versuche, die Lichtverschmutzung in meiner Kleinstadt zu kartieren, habe ich das Gefühl, dass die Sterne nicht nur schwächer werden, sondern irgendwie anders. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber manchmal, wenn die Nacht besonders klar ist, scheint das Licht einen seltsamen, fast milchigen Schleier zu haben. Vielleicht liegt es nur an meinen Augen oder dem nicht mehr ganz sauberen Objektiv. Hat jemand Ähnliches bemerkt, wenn er den Himmel beobachtet?
Dein Gefühl kommt ehrlich rüber. Vielleicht hat die Lichtverschmutzung genau die Eigenschaft den Himmel milchig wirken zu lassen selbst wenn Sterne noch zu sehen sind.
Aus optischer Sicht streut Licht in der Luft durch das Fernglas und die Linse. Der milchige Schleier kann von Luftfeuchtigkeit Staub oder Dunst kommen und eine schmutzige Linse verstärkt ihn.
Vielleicht ist es nur dein Fernglas oder deine eigene Wahrnehmung die das Bild verzerrt und nicht die Nacht selbst.
Hast du schon einmal versucht bei sehr wenig Licht die Sterne ohne Stadtlicht zu beobachten und zu schauen ob der Schleier dann verschwindet?
Vielleicht ist der Himmel selbst eine Einladung die Beobachtung zu hinterfragen bevor man sie festlegt.
Es ist okay unsicher zu bleiben und einfach weiter zu schauen