Ich stehe gerade an einem Punkt, an dem ich mich frage, ob ich mit meiner freiberuflichen Grafikdesign-Arbeit wirklich nachhaltig leben kann. Letztes Jahr war gut, aber dieses Jahr fühlt es sich an, als würde ich nur von Projekt zu Projekt stolpern, ohne dass sich etwas aufbaut. Manchmal denke ich, ich müsste mir einfach eine stabile Anstellung suchen, aber der Gedanke, diese Freiheit aufzugeben, macht mich unglücklich. Ich liebe die Arbeit, aber die ständige Unsicherheit zehrt wirklich an mir.
Das klingt nach einer echten Gratwanderung und ich spüre wie die Unsicherheit dir an die Substanz geht. Du liebst die Arbeit doch der ständige Druck macht dich müde und du willst die Freiheit nicht einfach aufgeben. Nachhaltig leben als Freiberufler zu gestalten fühlt sich an wie ein Dauersegeln bei wechselnder Brise.
Vielleicht lohnt es sich die Zahlen nur als Indikatoren zu sehen und Muster zu suchen statt nach dem perfekten Monat zu jagen. Welche Projekte geben dir wiederkehrende Freude und welche Aufgaben ziehen dich eher runter. So könnte sich ein Rhythmus finden ohne starre Planung.
Du willst Freiheit und trotzdem Ruhe. Man könnte sagen der Gedanke an eine feste Anstellung ist wie eine andere Form von Freiheit die sich nur als Sicherheit tarnt. Vielleicht verwechselst du Anstrengung mit Bedeutung und arbeitest gegen dich selbst.
Was wenn die Frage gar nicht neu gedacht werden muss sondern du den Begriff nachhaltig anders verstehst und aus der Perspektive der Zeit investierst statt arbeitest?
Vielleicht ist es nicht eine Lohnarbeit gegen Freiheit sondern ein kleines Ökosystem aus Projekten. Ein Portfolio das stabil bleibt durch Wiederholung statt durch Zufall. So könnte man an der Seite kleiner Kundenbeziehungen langsam wachsen.
Ich bin skeptisch ob eine feste Anstellung wirklich die Lösung ist denn damit kommt oft eine neue Art von Kontrolle und Routine. Vielleicht lohnt es sich eine hybride Lösung zu prüfen in der du Freelance bleibst aber gezielt einen Teil der Zeit fest verankerst.