Ich habe letzte Woche einen Vortrag über die neuesten Studien zur Gedächtnisbildung gehört und bin seitdem etwas verwirrt. Der Forscher sprach davon, dass unser Gehirn Erinnerungen nicht einfach speichert, sondern sie bei jedem Abruf neu zusammensetzt. Das wirft für mich die Frage auf, wie verlässlich meine eigenen Kindheitserinnerungen dann eigentlich noch sind. Ich frage mich, ob das bedeuten könnte, dass unsere persönliche Vergangenheit viel formbarer ist, als wir glauben.
Gedächtnisbildung klingt theoretisch spannend doch plötzlich frage ich mich wie verlässlich unsere Kindheitserinnerungen wirklich sind
Oder was wenn die ganze Fragestellung selbst nur eine Annahme ist die wir prüfen sollten
Aus der Sicht der Gedächtnisbildung lässt sich sagen dass jeder Abruf eine Rekonstruktion ist der Kontext bestimmt wie Details wieder auftauchen
Wenn sowieso alles beim Abruf neu zusammengesetzt wird hat man doch nur Geschichten aus Erinnerungen die sich lebhaft anfühlen aber selten genau so waren
Ich bleibe skeptisch ich glaube eher an eine Mischung aus wackligen Bildern und Gewohnheiten als an eine klare Rekonstruktion der Wahrheit
Vielleicht geht es nicht nur um Wahrheit sondern um wie Geschichten uns formen und welche Lücken wir lernen zu tolerieren