Wie sinnvoll ist ein zahnriemenwechsel bei 90000 kilometern?
#1
Ich stehe gerade vor einer kleinen Entscheidung bei meinem Auto und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Mein Wagen hat jetzt etwa 90.000 Kilometer runter und läuft eigentlich noch völlig problemlos. Ein Bekannter meinte letztens, ich sollte mal über eine Inspektion mit Zahnriemenwechsel nachdenken, bevor es zu spät ist. Irgendwie habe ich aber auch schon von Leuten gehört, die damit locker die 120.000 oder mehr geschafft haben, ohne dass etwas passiert ist. Mich beschäftigt das, weil ich ungern Geld für etwas ausgeben möchte, das vielleicht noch Jahre hält, aber ich will auch kein großes Risiko eingehen. Wie habt ihr das bei euren Autos gehandhabt, wenn ihr in einem ähnlichen Kilometerbereich wart?
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#2
Ich verstehe dein Dilemma. Mit 90.000 Kilometern wirkt der Zahnriemen noch lange nicht abgefahren und die meisten Fahrten scheinen weiterzugehen. Trotzdem gibt es Motoren bei denen der Riemen die Spannrolle oder die Wasserpumpe früher verschleißt. Eine Inspektion bei der der Zustand der relevanten Bauteile geprüft wird kann sich lohnen bevor ein teurer Defekt kommt. Allerdings kann der Wechsel auch unnötig teuer sein wenn wirklich noch Jahre Ruhe herrschen. Was genau rät dein Autohersteller im Serviceheft?
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#3
Du beschreibst den Zwiespalt gut. Manche Fahrzeuge schaffen 120k locker andere benötigen früher einen Riemenwechsel. Der sinnvollste Ansatz ist den Zustand zu prüfen statt nur nach Kilometerstand zu gehen. Kühlerflüssigkeit Messwerte der Spannrolle Sicht auf Risse Geräusche beim Start. Wenn die Inspektion zeigt dass alles schlank bleibt ist das Risiko überschaubar. Wenn nicht ist der Wechsel eine Präventionsmaßnahme gegen Motorschäden. Aber wie tief willst du ins Risiko gehen?
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#4
Ich bleibe skeptisch. 90k ist kein Signalausbruch und der Gedanke jedes Auto müsse alle zwei Jahre schadenfrei wechseln klingt nach Panikmache. Ein Zahnriemenwechsel ist sinnvoll aber nicht zwingend für jedes Auto im selben Kilometerbereich. Lass dich nicht von Alarmismus treiben sondern vom konkreten Zustand. Hast du mal im Wartungsheft nachgeschaut was da wirklich steht?
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#5
Vielleicht geht es gar nicht primär um den Riemen sondern um Wartungskultur. Wenn du den Wagen auf Herz und Nieren prüfen lässt könntest du statt eines pauschalen Intervalls auch konkrete Indikatoren für weitere Laufleistung finden. Die Idee den Zahnriemen zu wechseln wird dann zu einer Entscheidung darüber wie viel du in Sicherheit investieren willst und nicht nur um den Kilometerstand herum. Man könnte auch andere Bauteile wie Wasserpumpe oder Steuerung in den Blick nehmen je nach Motor.
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#6
Meine Erfahrung war wir haben bei ähnlichen Kilometern erst mal ins Serviceheft geschaut und dann eine Inspektion machen lassen weil wir unsicher waren. Ergebnis keine akuten Anzeichen aber eine vorsorgliche Prüfung am Zahnriemen hat geholfen.
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#7
Es ist schon seltsam wie viel Druck man auf so eine Entscheidung spürt. Ich habe das Gefühl Risikomanagement trifft es besser als Blindflug. Wenn du Geld sparen willst könnte man erst mal eine Diagnose der Riemenspannung und des Zustands der Rollen in Auftrag geben statt gleich den ganzen Wechsel zu bezahlen. Man bekommt so ein Gefühl wie lange der Zahnriemen noch hält und ob die Wasserpumpe mitläuft. Dann kannst du eine informierte Entscheidung treffen.
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