Ich stehe gerade vor einer Entscheidung für unseren Sommerroadtrip und bin mir unsicher. Wir wollen eigentlich von München aus über die Alpen nach Italien fahren, aber ich habe von anderen gehört, dass die klassischen Pässe im August oft völlig verstopft sind. Gleichzeitig reizt mich die Vorstellung, einfach mal die Hauptstraßen zu verlassen und die richtigen Nebenstrecken zu entdecken, die vielleicht weniger überlaufen sind. Ich frage mich, ob das dann aber nicht viel zu umständlich wird mit Kindern im Auto und ob man da überhaupt vernünftig vorankommt.
Ich verstehe dich gut. Die Vorstellung von beeindruckenden Alpenpanoramen mit der Familie klingt zauberhaft und gleichzeitig kommt der Gedanke an Staus auf den Pass hoch. August ist oft chaotisch, klar.
Eine vorsichtige Planung hilft zwei Dinge zu balancieren Zeit und Ruhe. Rechne Fahrtzeiten realistisch aus plane regelmäßige Pausen ein und suche Unterkünfte in Regionen mit guten Verbindungen. Nebenstrecken bedeuten oft mehr Kartenlesen und Abstimmung mit der Route.
Manchmal klingt das Verlassen der Hauptstraßen verlockend doch ich frage mich ob das nicht eher Stress bedeutet. Wer hält die Kinder bei Laune wenn der Weg lang wird und die Landschaft noch niemandem erklärt was kommt.
Warum soll die Reise um jeden Preis die Staufalle der Pässe meiden und nicht auch mal das Abenteuer zulassen?
Vielleicht geht es weniger um Pässe als um Geduld und Pausen. Ein Konzept das man proben könnte ist Langsamkeit auf Rädern ohne gleich zur Zielzeit zu zählen.
Vielleicht wird der Trip zu einer Farbpalette aus Stopps Geschichten aus kleinen Dörfern und Blicken übers Blau des Sees statt einer fließenden Linie.