Ich habe letztes Jahr endlich meinen alten Ölheizkessel rausgerissen und eine Wärmepumpe einbauen lassen. Jetzt, nach dem ersten Winter, frage ich mich, ob die ganze Rechnung wirklich aufgeht. Die Stromrechnung ist natürlich gestiegen, und ich habe ständig dieses Gefühl, im Hinterkopf mitzurechnen, ob das Gerät jetzt effizient läuft oder nicht. Manchmal denke ich, ob die persönliche CO2-Bilanz durch den ganzen Umbau überhaupt so schnell besser wird, wie ich es mir erhofft hatte. Andere mit ähnlichen Erfahrungen?
Ich verstehe dich. Nach dem ersten Winter mit der Wärmepumpe sitzt die Rechnung öfter im Kopf und der Strom wird sichtbar teurer. Trotzdem bleibt ein Hoffnungsgefühl, dass die Luft sauberer wird, auch wenn das nicht sofort auf der Abrechnung steht.
Aus Sicht der Berechnung hängt viel vom Strommix ab. Die COP der Wärmepumpe variiert mit Außentemperatur und Heizlast und die Einsparung kommt erst wenn der Anteil erneuerbarer Energie im Netz steigt. Wer in einer Region mit grünem Strom lebt kann schneller profitieren als erwartet.
Ich bleibe skeptisch. Es klingt gut in der Werbung doch oft zeigt sich dass die Ersparnisse träge kommen und die Wärmeverluste im Haus vor Ort bleiben. Man fragt sich ob die CO2 Bilanz wirklich schneller besser wird als vorher.
Bei mir war es eher beiläufig. Die Wärmepumpe läuft leise und die Wohnung ist gemütlich warm, trotzdem frage ich mich manchmal ob der Mehrpreis wirklich drin ist.
Vielleicht geht es nicht nur um Effizienz der einzelnen Anlage sondern darum wie wir Wärme in ein vernetztes System integrieren. Wenn der Strom aus Sonne und Wind kommt könnte die Idee der eigenen Heizung neu gedacht werden. Was bedeutet das für uns im Alltag?
Es gibt das Konzept der dynamischen Heizlast und der Anpassung an zeitliche Netze. Die Wärmepumpe wird dann mehr zu einer Anfrage an das Netz als eine feste Quelle. Vielleicht bleibt es dabei offen und unklar.