Ich plane gerade eine längere Tour durch die Alpen und stehe vor einer Frage, die mich beschäftigt. Ich habe schon einige schöne Strecken mit dem Auto erlebt, aber dieses Mal möchte ich die Reise bewusst anders angehen. Ich überlege, ob ich für die Fahrt einen Roadster mieten soll, um das Ganze noch intensiver zu erleben. Irgendwie habe ich aber auch Bedenken, ob das auf serpentinenreichen Passstraßen und über mehrere Tage wirklich bequem ist. Hat jemand von euch schon mal so eine Tour in einem offenen Auto gemacht und kann von seinen Eindrücken berichten?
Ich fahre selbst gern mit offenen Autos durch die Alpen und eine Roadster Tour fühlt sich sofort anders an. Der Roadster holt die Landschaft direkt ins Gesicht, der Wind streicht durchs Haar, und jeder Pass wirkt wie eine kleine Bühne, auf der das Auto und die serpentinen eine improvisierte Performance liefern.
Aus technischer Sicht bietet der Roadster viel Freiheit und kein Korsett, aber wenig Stauraum und kaum Schutz gegen Wetterwechsel. Für eine mehrtägige Alpenfahrt musst du Packlisten, Pausen, warme Kleidung und eine gute Sitzposition beachten. Der Wind reißt an den Schultern, die Sonne brennt, und die Geräusche werden mit der Zeit anstrengend. Ob das wirklich komfortabel ist, hängt davon ab wie du die Tagesetappen planst und ob du zwischendurch auf ein geschlossenes Fahrzeug wechseln kannst.
Ich hab es so verstanden dass du den Kick eher im Gefühl suchst als in der Technik. Ein Roadster soll dich durchs Panorama ziehen, doch vielleicht bleibt am Ende der Eindruck eher ein Theaterstück aus Wind, Geräuschen und wechselnder Temperatur statt ein entspannter Mehrtagestour. Die Wahrnehmung von Freiheit versus Bequemlichkeit liegt enger beieinander als gedacht.
Es klingt romantisch doch in der Praxis ist es oft anstrengender als gedacht. Auf serpentinen mit offenem Dach hat man keinen zuverlässigen Wetterschutz, die Brille beschlägt, der Wind reibt an den Schultern und das Gepäck verrutscht. Bei Regen oder Hagel wird aus der Bilderbuchfahrt schnell eine Notwendigkeit zum Kleiderwechsel und Pausenstopp. Trotzdem bleibt der Funken bestehen.
Vielleicht lohnt es sich die Grundannahme neu zu stellen wie stark das offene Auto die Erfahrung bestimmt. Geht es wirklich darum wie man Tempo und Pausen setzt oder könnte man die Alpen auch auf eine andere Art erleben ohne das Dach offen zu halten?