Ich arbeite seit ein paar Jahren für ein mittelständisches Unternehmen, das viele seiner Vorprodukte aus Osteuropa bezieht. Jetzt wurde intern diskutiert, ob wir die Lieferketten grundlegend umbauen und mehr auf lokale Zulieferer setzen sollen. Einerseits verstehe ich den Wunsch nach mehr Resilienz, andererseits fürchte ich, dass ein solcher Schritt unsere langjährigen Partner in diesen Ländern in echte wirtschaftliche Schwierigkeiten bringen könnte. Mir ist klar, dass diese Abwägung zwischen Stabilität und Verantwortung gerade viele beschäftigt. Ich frage mich, ob andere hier ähnliche Gedanken haben.
Ich spüre den Druck und die Sorge um Stabilität. Gleichzeitig denke ich an die Partner in Osteuropa die schon lange liefern und nun echte Härte erleben könnten. Mir ist wichtig dass niemand über Nacht vor dem Abgrund steht
Aus Sicht der Zahlen zeigt sich ein Dilemma. Resilienz kostet Zeit Geld und Ressourcen. Lokale Zulieferer hätten andere Kostenprofile und könnten uns in der Breite weniger flexibel machen. Es braucht Modelle um zu sehen wie sich Risiken verteilen
Vielleicht verstehe ich den Ansatz falsch. Aber wenn wir offenbar weniger auf Partner in fremden Märkten setzen verändert sich doch mehr als nur der Einkauf. Die sozialen Folgen für die Regionen sollten doch auch Teil der Rechnung
Was wenn wir statt einer klaren Wahl beide Wege testen und einen geschmeidigen Übergang skizzieren Welche ersten Schritte bräuchten wir für eine Pilotphase die Raum zum Lernen lässt?