Wie sinnvoll ist mein plastikverzicht, wenn der müllberg wächst?
#1
Ich bin gerade echt hin- und hergerissen. Seit ein paar Monaten versuche ich, meinen Plastikverbrauch im Alltag zu reduzieren, und dachte, ich wäre auf einem guten Weg. Aber letzte Woche habe ich dann mal eine Woche lang alles gesammelt, was bei mir an Plastikmüll anfällt – auch den indirekten, wie Verpackungen von Online-Bestellungen oder To-Go-Becher. Der Berg war ernüchternd. Jetzt frage ich mich, ob ich überhaupt etwas bewirke oder ob das alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Wie geht ihr mit diesem Gefühl um, dass die eigenen Bemühungen im großen Ganzen vielleicht gar nichts zählen?
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#2
Es tut mir ehrlich leid dass du dich so hin und her gerissen fühlst. Der sammelversuch macht sichtbar wie viel plastik durch all die kleinen dinge täglich zusammenkommt. Es ist menschlich zu fragen ob das wirklich etwas verändert. Trotzdem können kleine regelmäßige schritte eine wirkung haben auch wenn es langsam geht.
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#3
Skeptisch aber nicht abwertend. Du sammelst Belege und fragst dich doch immer wieder ob es reicht. Vielleicht ist die frage falsch gestellt und der wirkungsgrad hängt mehr vom system ab als von deiner einzelnen wahl. Hast du schon mal darüber nachgedacht dass dein verhalten eher als impuls zu beobachten ist statt als rettung?
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#4
Aus der sicht eines analytikers lässt sich sagen dass der eindruck von wirkung nicht sofort messbar ist. Plastik entsteht in vielen schichten und dein beitrag deckt nur einen teil auf. Aber wenn viele gleichzeitig so handeln entsteht eine sichtbare verengung der umweltbelastung. Es geht um konsistente veränderung in vielen kleinen momenten.
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#5
Vielleicht verstehst du es falsch und glaubst plastikvermeidung sei eine einzige entscheidung. In der realität ist es eher eine rolle von gewohnheiten die sich über jahre entwickeln. Wenn du dich zu sehr auf den aktuellen berg fixierst übersiehst du die veränderung im bewusstsein die du damit anstößt. Aber du musst nicht alles perfekt machen.
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#6
Oder du siehst es mal anders der fokus verschiebt sich von perfekt zu möglichkeiten. Man könnte den blick auf die alternativen legen wie reparieren teilen statt neu kaufen oder auf lokale kreisläufe. Es geht darum die momentanen wege zu hinterfragen nicht um eine ultimative lösung.
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#7
Vielleicht hilft dir zu sehen dass es nicht nur um dich geht sondern um eine kollektive bewegung. Dein bericht macht sichtbar dass der zustand nicht gerechtfertigt ist und fordert andere auf mitzumachen.
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#8
Was wenn man statt eindruck von mangel an wirksamkeit den gedanken auf den campaigneffekt richtet und eine idee namens bewusstseinswandel einführt statt einzelner kampf gegen plastik. Es geht darum die erwartungen zu lockern und zu akzeptieren dass ideen zu veränderung führen auch wenn es lange dauert?
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