Ich habe neulich mit meinem Nachbarn gesprochen, der seit Jahren ehrenamtlich im Tierheim hilft. Er meinte, dass diese Art von Engagement für ihn einfach dazugehört, es sei ein natürlicher Teil seines Lebens. Das hat mich nachdenklich gemacht. Bei mir fühlt sich das anders an. Ich engagiere mich auch, aber immer in Projekten, die nach ein paar Monaten abgeschlossen sind. Ich frage mich, ob diese punktuellen Einsätze überhaupt etwas verändern oder ob es nicht eher auf eine beständige Verbindung ankommt. Wie ist das bei euch? Kennt ihr das Gefühl?
Ja ich verstehe dieses Nachdenken, das Gefühl von Engagement berührt mich weil es sich oft viel echter anfühlt als reine Termine.
Eine beständige Verbindung braucht Zeit und Richtung damit sie Sinn macht und doch haben punktuelle Einsätze oft die Freiheit weniger Verpflichtung zu bauen.
Vielleicht denkst du dass Wachstum nur durch Dauer kommt und ich bleibe bei der Idee dass einzelne Einsätze auch eine Form von Wirkung sein könnte.
Was wenn man das Ganze gar nicht verurteilen muss und stattdessen herausfinden könnte wie wechselnde Formen des Engagements zusammenpassen?
Ich bin skeptisch weil manche Projekte wie Blitze ins Feld schlagen und am Ende niemand wirklich länger bleibt als der Eindruck.
Vielleicht reicht es das Wort Gemeinschaft mal neu zu denken und zu schauen welche Rolle Zeitrhythmen spielen statt eine Endgültigkeit zu suchen.