Ich stehe gerade echt vor einem Problem und weiß nicht, was ich davon halten soll. Letztes Jahr habe ich angefangen, viel mehr auf regionale Produkte zu achten, einfach aus dem Gefühl heraus, dass es besser ist. Jetzt habe ich aber gelesen, dass manche lokalen Bauern hier in der Gegend sehr viel mehr Wasser für ihre Felder verbrauchen als große Betriebe anderswo, die vielleicht effizienter wirtschaften. Das wirft für mich die Frage auf, ob Regionalität immer die nachhaltigere Wahl ist. Irgendwie fühlt sich das jetzt wie ein Widerspruch an, den ich nicht so richtig auflösen kann.
Ich fühle mich ein wenig verraten von der Idee Regionalität als einfache Lösung weil mir klar wird dass Wasserverbrauch auch stark variiert und das verwirrt mich.
Regionalität ist kein Zertifikat für Nachhaltigkeit denn man muss die gesamte Lieferkette betrachten Wasserverbrauch Bodenqualität Transport und Art der Produktion vergleichen.
Vielleicht denke ich zu sehr in regionalen Schubladen und frage mich ob der Geschmack wichtiger ist als der Wasserverbrauch am Feld?
Ich zweifle daran dass alle Zahlen ehrlich sind und frage mich ob die Berichte nicht manipuliert wirken um mehr Käufer zu gewinnen.
Vielleicht muss man Regionalität neu rahmen als soziale Frage lokale Kreisläufe Transparenz und Gemeinschaft statt nur als gut oder schlecht.
Ein nützlicher Begriff ist virtuelles Wasser der zeigt dass es um mehr geht als reines Feldwasser.