Ich stehe gerade vor einer Entscheidung und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Nachdem ich jetzt seit gut einem Jahr ein Projekt mit einem klassischen VPS betreibe, überlege ich ernsthaft, auf eine serverlose Architektur umzusteigen. Die Idee, mich nicht mehr um Patches und Skalierung kümmern zu müssen, klingt verlockend. Aber ich mache mir Sorgen, ob ich am Ende in einer Art Vendor-Lock-in lande und die Kontrolle verliere. Hat jemand ähnliche Gedanken gehabt, als er seinen Stack verändert hat?
Der Reiz von serverless spricht mich an weil Wartung weniger nervt doch der Gedanke an einen Lock in mit einem einzigen Anbieter macht mir Sorgen. Aber bleibe ich dann eigentlich frei?
Aus analytischer Sicht verliert man Kontrolle über Kosten und Performance wenn man auf Funktionen statt eigener Server setzt. Die Skalierung kommt oft als Black Box daher und was passiert wenn der provider seine Preise ändert.
Ich glaube manche reden sich ein dass man plötzlich nichts mehr konfigurieren muss und alles läuft. In der Praxis steckt aber oft viel Feinarbeit hinter dem Provider Setup.
Vielleicht ist serverless gar nicht die Lösung sondern nur ein neues Schlagwort das mehr verspricht als es hält. Eine Idee die man erst länger beobachten muss bevor man sie übernimmt.
Ich bleibe skeptisch und frage mich wie viel Debugging wirklich noch beim Entwickler landet statt im Observability Tooling.