Ich stehe gerade wirklich vor einem Problem und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Seit ein paar Monaten versuche ich, konsequenter plastikfrei einzukaufen, und habe mir dafür auch schöne Glasbehälter für den Unverpacktladen zugelegt. Jetzt hat mir meine Schwester aber erzählt, dass die Ökobilanz von so einem schweren Glasbehälter, den ich ständig mit mir herumtrage, vielleicht gar nicht besser ist als die von dünnem Einwegplastik, wenn man den Transport und die Herstellung bedenkt. Das hat mich total verunsichert. Ich frage mich, ob ich mit meinem gut gemeinten Ansatz am Ende vielleicht doch mehr schade als nutze.
Ich fühle mit dir, dein Ziel plastikfrei einzukaufen wirkt ehrlich und wichtig, trotzdem schleicht sich Unsicherheit ein.
Bei der Ökobilanz spielen Gewicht Transportweg und Herstellung eine große Rolle daher ist Glas nicht automatisch besser als dünnes Plastik selbst wenn es wiederverwendbar ist.
Vielleicht verstehst du es so als würde Glas sofort alles retten dabei zählt auch der Aufwand hinter Transport und Reinigung oder nicht?
Ich bleibe skeptisch ob große Gläser im Alltag wirklich besser sind als Einwegoptionen trotz Wiederverwertung.
Vielleicht geht es weniger um Glas oder Plastik sondern darum wie oft wir überhaupt kaufen und wie viel wir wirklich brauchen.
Eine Lebenszyklusanalyse wie die Ökobilanz zeigt viele Wege aber man muss vorsichtig lesen und offen bleiben.