Ich stehe gerade echt vor einer Frage und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Letztes Wochenende war ich auf einer Trackday-Veranstaltung und habe mit einem älteren, erfahreneren Fahrer gesprochen. Er meinte, dass er seit Jahren konsequent auf Regenreifen fährt, selbst wenn es nur leicht bewölkt ist. Seine Begründung war, dass die bessere Kaltgrip-Entwicklung ihm mehr Sicherheit und letztlich konstantere Rundenzeiten gibt, solange es nicht richtig heiß ist. Ich habe das noch nie so gehört und frage mich, ob das nicht einfach nur ein krasser Verschleiß ist oder ob da wirklich was dran sein könnte. Mir geht es vor allem um die Alltagstauglichkeit auf der Rennstrecke.
Das klingt ehrlich und motivierend doch Regenreifen wirken oft beruhigend für das Nervenkostüm und geben scheinbar mehr Sicherheit auch wenn der Himmel nur leicht bedeckt ist.
Aus physikalischer Sicht kann der Kaltgrip von Regenreifen stärker sein als bei trockenen Reifen doch sobald der Reifen heiß wird verändert sich das Verhalten deutlich und das macht die Sache nicht einfach
Vielleicht geht es dem Mann gar nicht um Regen sondern um Ruhe im Lenkergefühl und darum dass weniger Wassertropfen auf der Spur die Sache sicherer wirken lassen
Gibt es wirklich Messgrößen die zeigen dass Regenreifen dauerhaft schneller sind oder ist das oft Bauchgefühl?
Statt immer nur auf Nassreifen zu setzen könnte man auch eine Strategie entwickeln die Wechselbedingungen nutzt und die Reifen entsprechend benutzt
Ich bleibe skeptisch Verschleiß als Gegenargument ist nicht zu unterschätzen und der ganze Zwang auf Regenreifen wirkt merkwürdig