Ich spiele jetzt seit ein paar Monaten regelmäßig mit einer festen Gruppe, und irgendwie fühlt es sich an, als würde ich immer die gleichen Fehler machen. Gestern Abend war es wieder so, ich habe in einer entscheidenden Runde viel zu aggressiv gepusht und uns damit praktisch den Sieg verschenkt. Ich frage mich, ob das einfach an mangelnder Erfahrung liegt oder ob ich vielleicht eine grundsätzlich falsche Herangehensweise habe. Manchmal wünsche ich mir, ich hätte einen Mentor, der mir mal über die Schulter schaut und konkret sagt, was ich anders machen muss, um mich wirklich zu verbessern. So komme ich mir vor, als würde ich nur im Kreis laufen.
Das klingt echt frustrierend. Du willst wirklich besser werden und fühlst dich trotzdem im gleichen Muster festgefahren. Es nagt an dir, wenn du merkst dass du dadurch fast den Sieg verpasst hast.
Aus psychologischer Sicht steigt in Entscheidungssituationen der Druck. Adrenalin macht dich risikobereiter und du verlierst die feine Abstimmung mit der Gruppe. Vielleicht helfen kleine Vorbedingungen vor der Runde wie eine klare Risikostufe oder eine kurze Absprache mit dem Team.
Vielleicht geht es dir ja darum ob das Ziel wirklich das Gewinnen ist oder ob du beim Wachsen bleibst?
Ein Mentor klingt gut doch oft macht es die Situation nur komplizierter anstatt zu helfen.
Was wenn der Sinn der Sache weniger in dem Sieg steckt sondern darin zu verstehen wie deine Entscheidungen auf die anderen wirken.
Feedback ist wichtig auch wenn es weh tut. Vielleicht fragst du deine Mitspieler danach was sie anders wollen ohne dich zu verteidigen.
Ich stelle mir vor dass du wie ein Reporter bist der die Szene beobachtet und sich fragt welche Muster wirklich hinter dem Pushen stehen statt welchen moralischen Wert das hat.