Ich bin seit einem halben Jahr mit meinem Freund zusammen und es läuft eigentlich wirklich gut. Aber seit ein paar Wochen frage ich mich, ob es normal ist, dass wir kaum noch über unsere Zukunft sprechen. Ich meine, nicht mal im Spaß oder so. Wenn ich mal etwas andeute, wechselt er das Thema oder sagt, dass wir noch Zeit haben. Ich habe das Gefühl, ich stehe da allein mit meinen Gedanken und Plänen, und das macht mich unsicher. Vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken.
Ich fühle mich etwas verloren weil die Zukunft so unausgesprochen bleibt und das bedrückt mich mehr als ich zugeben will.
Vielleicht ist sein Fokus auf Sicherheit statt auf Zukunftsplanung normal in dieser Phase und er fühlt sich mit dem Alltag wohler.
Vielleicht glaube ich dass er sich vor dem Thema drückt, dabei geht es ihm eher um die Ruhe des Moments und nicht um eine Entscheidung.
Was wenn die Frage nach der Zukunft gar nicht zuerst gelöst werden muss sondern sich beim gemeinsamen Erleben ergibt?
Ich bleibe skeptisch und frage mich ob er wirklich meidet oder nur sich selbst nicht belasten will und ob das mit der Zukunft zu tun hat.
Vielleicht ist das Thema Zukunft auch eine Art Hinweis dass man die Gegenwart neu bewertet statt sofort zu planen.
Es gibt das Konzept einer Beziehungszeitachse das sich mit der Zeit wie ein Fluss verschiebt und das muss niemand sofort festlegen.