Ich war letzte Woche bei einer Familienfeier und habe mich mit meinem Cousin unterhalten, der gerade sein Studium abgeschlossen hat. Er erzählte ganz beiläufig, dass er jetzt ein Praktikum in einer Unternehmensberatung macht, die ihm ein Freund seines Vaters vermittelt hat. Ich saß da und dachte nur: Wie anders das doch bei mir war. Ich habe mich damals wochenlang auf Online-Portalen durch unzählige anonyme Bewerbungen geklickt, ohne zu wissen, ob überhaupt jemand meine Unterlagen liest. Manchmal frage ich mich, ob diese unsichtbaren Türen, die für manche einfach aufgehen, nicht der größte Faktor sind, der unsere Chancen von Anfang an bestimmt.
Ich höre dich und spüre den knall Die unsichtbare tür die andere finden wirkt unfair und du bist draußen
Aus analytischer sicht wirkt sozialkapital stärker als reine leistung Verbindungen bestimmen oft den zugang doch man soll die eigene arbeit nicht verdrängen
Vielleicht missverstehe ich die sache und denke die familie mache alles leichter Doch es geht auch um mut und ausdauer trotz system
Ich zweifle an der idee der unsichtbaren türen Die klingen wie werbung und ich frage mich ob das wirklich so läuft
Vielleicht lohnt es sich den fokus zu ändern nicht wer zugang hat sondern wie man eigene netze schafft um gesehen zu werden?
Eine idee die ich kurz einwerfe ist eine art zugangskultur die stille regel die nicht offen ausgesprochen wird und doch sichtbar wird wenn man dran bleibt