Ich war letzte Woche auf einer Familienfeier und mein Onkel hat mir erzählt, dass er sich jetzt komplett von den sozialen Netzwerken zurückgezogen hat. Er meinte, das sei seine persönliche Entscheidung für mehr mentale Gesundheit. Ich habe das erst belächelt, aber seitdem frage ich mich, ob da nicht vielleicht doch etwas dran ist. Ich spüre selbst oft diese ständige Erreichbarkeit und den Druck, immer präsent sein zu müssen. Irgendwie fühlt es sich an, als würde ich etwas verpassen, wenn ich mal einen Tag nicht online bin. Aber gleichzeitig ist es auch anstrengend. Geht es noch jemandem so?
Ja ich kenne das Dieses Dauerkino aus den sozialen Netzwerken meldet sich ständig Und man spürt wie die Gedanken sich auf den Bildschirm richten statt auf den Moment Die ständige Erreichbarkeit wird fast zur Gewohnheit und man fragt sich wie viel davon wirklich wichtig ist
Vielleicht geht es nicht darum weniger online zu sein sondern mehr Qualität bei dem was man teilt Und wenn man sich eine Pause gönnt fragt man sich wozu online zu bleiben eigentlich gut ist und ob man Rollen zeigt statt sich ehrlich auszudrücken
Ich glaube ja dass der Druck zu sozialer Erreichbarkeit oft aus Werbung und Vergleichsritualen kommt nicht primär aus den Netzwerken selbst Vielleicht ist das nur ein Echo der Kultur die überall mehr will
Vielleicht ist das Thema eher eine Frage der Präsenz Nicht weniger Kontakte sondern weniger laute Bestätigungssignale und dafür mehr ehrliche Gespräche im echten Leben
Was wäre wenn das Hauptkonzept nicht Abwesenheit sondern bewusste Zeiteinteilung heißt und man versucht die Aufmerksamkeit gezielt zu lenken statt sich vom Netz treiben zu lassen Hast du dich schon mal gefragt ob das wirklich funktioniert?