Ich habe letzte Woche mit meinem Sohn über seinen ersten Ferienjob gesprochen. Er erzählte begeistert von den anderen in seinem Team, aber mir ist dabei etwas aufgefallen. Die meisten seiner Kollegen kommen aus Familien, die ich aus unserem Viertel kenne – ähnliche Schulen, ähnliche Hintergründe. Irgendwie hat mich das nachdenklich gemacht. Ist es wirklich noch Zufall, wer welche Chancen bekommt, oder verfestigen sich solche Wege schon so früh? Ich frage mich, ob andere das auch so sehen.
Das Thema trifft mich ehrlich gesagt, es macht nachdenklich, weil Chancen schon früh offensichtlich werden und man sich fragt, wie offen der Weg wirklich ist.
Aus soziologischer Sicht wirkt der Ferienjob wie ein kleines Abbild des Ungleichheitsmanagements in der Schule, weil Gruppen mit gleichen Lebensläufen häufiger dieselben Kontakte finden und das beeinflusst die Chancen.
Vielleicht denke ich zuerst dass es Zufall ist und jeder den gleichen Spaß hat, aber ich frage mich ob da doch mehr dahinter steckt?
Ich bleibe skeptisch und glaube dass es stille Vorteile gibt die man im Alltag nicht sieht und die Chancen weiter eingrenzen statt öffnen.
Man könnte das Thema auch neu rahmen als Frage nach Pfaden statt nach Fairness und plötzlich wird sichtbar wie Bildungserfahrungen den Anfang von Berufen lenken.
Glaubst du dass solche Muster bei allen Ferienjobs auftreten oder nur in eurer Ecke des Viertels?