Ich bin gerade etwas verwirrt wegen meinem Verbrauch. Letzte Woche war ich auf einer längeren Autobahnfahrt und habe den Bordcomputer genau beobachtet. Ich fuhr eigentlich konstant und vorausschauend, aber der angezeigte Wert schoss trotzdem in die Höhe, als ich einen Lastwagen überholen musste. Da habe ich mich gefragt, ob das wirklich so einen riesigen Unterschied macht oder ob vielleicht noch etwas anderes dahintersteckt.
Das klingt verwirrend und ein wenig frustrierend. Wenn du beim Überholen Gas gibst braucht der Motor mehr Leistung und der Verbrauch kann sofort nach oben gehen, auch wenn danach wieder normalisiert wird. Der Bordcomputer zeigt oft die momentane Last und nicht den Durchschnitt und kurze Spitzen sagen nichts über den ganzen Trip aus.
Aus technischer Sicht schwankt der Verbrauch stark mit dem Motorlastzustand und der Drehzahl. Eine Überholaktion erhöht kurzzeitig den Verbrauch weil mehr Kraftstoff in einem Moment nötig ist und danach sinkt er wieder. Außerdem kann der Messwert durch Klima, Reifendruck und Schaltvorgänge beeinflusst werden.
Vielleicht ist es auch so gewesen dass der Bordcomputer statt der echten Verbrauchsgraphik eher die verbleibende Reichweite prognostiziert hat und du den Sprung falsch interpretiert hast.
Würdest du sagen dass die Erhöhung wirklich so signifikant war oder könnte es nur eine temporäre Schwankung gewesen sein die sich relativiert?
Vielleicht lohnt es sich den Blickwinkel zu verändern und Verbrauch als mehrdimensionales Phänomen zu sehen statt als einfache Zahl. Überholen erzeugt Luftwiderstand und der Zustand der Straße beeinflusst den Wert oft stärker als gedacht.