Ich sitze gerade an meinem ersten eigenen Forschungsantrag und merke, wie sehr mich die Frage nach der richtigen Methodik umtreibt. Eigentlich dachte ich, ein qualitativer Ansatz mit Interviews wäre der richtige Weg, um die Tiefe zu bekommen, die ich suche. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr frage ich mich, ob ich damit wirklich die Breite erfassen kann, die für die Generalisierbarkeit meiner Ergebnisse nötig wäre. Vielleicht fehlt mir einfach der Mut, mich für einen klaren Weg zu entscheiden.
Es klingt wie eine innere zerrissenheit zwischen Mut und Orientierung. Du spürst die Tiefe des qualitativen Ansatzes und fragst dich gleichzeitig ob das reichen kann um breiter zu verankern. Dieses Spannungsfeld macht die Forschung menschlich und manchmal chaotisch
Du hast recht die Breite ist oft der Grundsatz gegen die qualitative Methodik. Qualitative Interviews liefern Tiefe und Kontext doch die Generalisierung bleibt eine Sorge. Eine Mischung aus fokussierten quantitativen Elementen und qualitativer Vertiefung könnte eine Brücke schlagen aber das braucht ein klares Design
Vielleicht übertreibst du die Breite Frage. Breite muss nicht immer aus großen Zahlen stammen. Variation im Fallmaterial lässt sich auch ohne breite Stichprobe nutzen und trotzdem Transfer oder Theorieentwicklung ermöglichen
Ich bleibe skeptisch und frage mich ob diese ständige Wahl zwischen Tiefenpfad und Breitenpfad wirklich hilft oder nur die Unsicherheit verstärkt?
Vielleicht geht es weniger um die eine richtige Methodik als um wie du deine Frage beschreibst Die Idee einer iterativen Gestaltung mit Abtasten der Forschungsfragen könnte spannend sein
Man könnte das Konzept des theoretischen Sampling einführen und das Thema neu rahmen ohne es zu erklären