Wie verändert gouache meine herangehensweise an einem bild?
#1
Ich habe in letzter Zeit viel mit Aquarell gearbeitet, aber irgendwie fühlt sich das Ergebnis immer so… flüchtig an. Vielleicht liegt es an der Transparenz der Farbe, dass mir das Gefühl von Substanz fehlt. Jetzt habe ich angefangen, mit Gouache zu experimentieren, und diese Deckkraft verändert alles für mich. Ich frage mich, ob dieser Wechsel des Materials auch meine Herangehensweise an ein Bild grundlegend verändern wird, oder ob ich einfach nur eine Phase durchmache.
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#2
Das kenne ich gut. Aquarell wirkt flüchtig, Gouache greift dich fest am Arm und sagt hier bin ich. Die Deckkraft verändert das Gefühl des Bildes wie eine neue Schwerkraft, plötzlich wirken Dinge haltbar, aber auch schwerer zu überdecken. Vielleicht ist das genau der Reiz.
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#3
Gouache hat eine hohe Deckkraft und trocknet matt auf dem Papier. Du kannst Schichten bauen, aber das Wasser beeinflusst die Verdunstung und die Oberflächenstruktur. Vielleicht geht es weniger um Substanz als um das Tempo des Arbeitens und um die Entscheidung, wann du eine Schicht ganz deckt oder durchscheinen lässt.
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#4
Vielleicht suchst du nicht Substanz sondern eine andere Lesart des Raums im Bild. In Gouache klingen Farben plötzlich wie Stoffe statt wie Glas und das ändert, wie du das Licht beschreibst. Wenn du es so siehst, ist der Wechsel vielleicht kein Abschied von Aquarell sondern eine Provokation für dein Bildtempo.
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#5
Vielleicht ist es doch nur eine Phase und die Frage bleibt offen. Bist du vielleicht nur in einer Phase oder verändert sich wirklich dein Blick aufs Bild?
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