Wie verbessere ich die reproduzierbarkeit manueller messungen im pendelversuch?
#1
Ich stehe gerade vor einem kleinen Rätsel mit meinem letzten Physikexperiment. Eigentlich wollte ich nur die Schwingungsdauer eines selbstgebauten Pendels messen, aber meine Werte streuen so stark, dass ich an meiner gesamten Messmethodik zweifle. Vielleicht liegt es am Luftzug im Raum oder daran, wie ich den Startimpuls jedes Mal setze. Ich frage mich, ob jemand schon mal ähnliche Probleme mit der Reproduzierbarkeit von manuellen Messungen hatte und wie ihr damit umgegangen seid.
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#2
Das kenne ich gut. Pendelversuche sind tückisch, wenn der Luftzug im Raum mitmischt und der Startimpuls jedes Mal anders ist. Die Streuung fühlt sich manchmal wie persönliches Scheitern an, obwohl es schlicht die Randbedingungen sind. Vielleicht hilft es erst einmal die Luftbewegung zu minimieren und mit vielen Wiederholungen zu arbeiten, damit sich zufällige Abweichungen auswuchten. Hast du schon versucht den Startimpuls zu standardisieren oder eine automatische Anregung zu verwenden
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#3
Aus analytischer Sicht entstehen Streuungen oft durch systematische Fehlerquellen. Prüfe Startwinkel, Startphasen und Schwung bei der Auslösung fest und bilde Mittelwert und Streuung aus vielen Perioden. Prüfe ob die Verteilung normal ist und ob der Startimpuls mit dem Ergebnis korreliert. Vergleiche den gemessenen Wert mit der theoretischen Beziehung für kleine Winkel. Die Periode T ist proportional zur Wurzel aus L geteilt durch g, und notiere die Abweichung. Straffe deine Messkette und führe mehr Durchläufe durch
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#4
Vielleicht missverstehst du die Sache und glaubst der Pendelweg bestimmt die Zeit doch das eigentliche Problem liegt im Startimpuls. Mir scheint oft, dass auch kleine Änderungen der Anfangsbewegung die Periode beeinflussen. Wenn du die Messung nicht am Pendel selbst prüfst sondern am Auslöseprozess arbeitest könntest du überrascht sein
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#5
Was wenn der Sinn des Experiments nicht die exakte Schwingungsdauer ist sondern wie man überhaupt zuverlässig zwischen Durchläufen unterscheidet. Vielleicht lohnt es sich das Ganze neu zu rahmen statt zu bekämpfen. Und vielleicht genügt es schon die Messung als Teil eines größeren Systems zu sehen und die Unsicherheit bewusst zu akzeptieren. Pendel oder nicht der Gedanke daran dass Messungen immer auch Modelle sind könnte neue Wege öffnen
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