Ich sitze hier und frage mich, ob ich vielleicht zu paranoid bin. Seit wir im Team auf Homeoffice umgestellt haben, habe ich das Gefühl, dass die Grenzen zwischen privaten und dienstlichen Geräten immer mehr verschwimmen. Mein Kollege lädt sich ständig Dateien von unserem Server auf sein privates Tablet, weil es für ihn bequemer ist. Ich selbst habe neulich aus Versehen eine Arbeitsdatei in meinen persönlichen Cloud-Speicher gezogen. Irgendwie beschäftigt mich das und ich mache mir Gedanken über Schatten-IT. Ich frage mich, ob andere auch diese unterschwelligen Veränderungen in ihren Alltag schleichen sehen und wie sie damit umgehen.
Ich finde das ehrlich gesagt beunruhigend. Ich spüre wie die Grenze zwischen privat und dienstlich immer unschärfer wird. SchattenIT schleicht sich so still durch den Alltag und ich frage mich wie es bei dir wirkt?
Aus analytischer sicht ergibt sich oft dass datenverschiebungen entstehen wenn klare regeln fehlen. SchattenIT wächst dort wo tools fehlen die trennung sauber zu definieren. Vielleicht hilft eine kartierung wer mit welchem gerät arbeiten darf und welche daten wirklich wohin gehören.
Vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm und wir übertreiben nur ein bisschen. Ich bleibe skeptisch und zweifle daran dass wir das wirklich greifen.
Was wenn das thema SchattenIT weniger um verbote geht sondern um kompetenz und klare hilfen Wenn wir offen darüber reden könnte das die angst reduzieren und die arbeit erleichtern?
Kurz gesagt ich will nicht zu schnell urteilen und doch glaube ich es ist wichtig sich abzugrenzen auch wenn es unbequem wird.