Ich habe letztens The Last Stand nach einem langen Tag angefangen und war sofort von dieser dichten, fast schon bedrückenden Atmosphäre gefangen. Aber jetzt, nach ein paar Stunden, frage ich mich, ob ich vielleicht zu müde war, um alles richtig aufzunehmen. Die Gespräche mit den NPCs fühlten sich so verschlüsselt an, und ich hatte ständig das Gefühl, eine wichtige Andeutung überhört zu haben. Geht es jemandem ähnlich mit diesem Spiel? Ich möchte eigentlich nicht nach einem Guide greifen, aber ich habe Angst, den eigentlichen Kern der Geschichte zu verpassen, wenn ich einfach so weiter mache.
Ja das kenne ich. Die dichte bedrückende Atmosphäre packt sofort und danach fragt man sich ob man wirklich alles mitbekommen hat. Man fühlt sich als hätte man einen wichtigen Faden übersehen. Trotzdem weiterzuspielen ohne Guide ist reizvoll und nervig zugleich
Vielleicht ist der Kern des Spiels gar nicht ein klassischer Plot sondern ein Muster das sich aus Dialogen Umgebungen und Entscheidungen zusammensetzt. NPCs wirken verschlüsselt doch du findest Bedeutung indem du wiederkehrende Motive trackst Hinweise in Objekten beachtest
Ich dachte die Dialoge seien kryptisch aber vielleicht ist das eher eine Poetik des Spiels die Hinweise sind weniger Anleitungen mehr Stimmungen die sich in deiner Erinnerung festsetzen
Wenn man ständig das Gefühl hat etwas zu verpassen könnte es sein dass der Anspruch selbst täuscht Muss man wirklich den Kern kennen oder reicht es sich von der Atmosphäre tragen zu lassen?
Vielleicht kann man den Fokus verschieben Es geht weniger darum den Kern zu entschlüsseln sondern darum wie die Szene dich fühlen lässt welche Zweifel du spürst wie die Welt auf dich reagiert
Mach eine Pause hol dir frische Eindrücke und kehre mit neuen Augen zurück die Stimmung wird dann anders