Ich stehe gerade vor einer Frage, die mich schon länger beschäftigt. Seit ich meine Selbstständigkeit aufgebaut habe, arbeite ich fast ausschließlich über Empfehlungen und mein bestehendes Netzwerk. Das klappt gut, aber es fühlt sich manchmal wie eine Blase an. Ich frage mich, ob ich dadurch vielleicht Chancen verpasse, weil ich nie aktiv nach neuen Projekten suche oder mich irgendwo bewerbe. Andererseits habe ich auch Sorge, dass dieser ganze Aufwand mit aktiver Akquise mich nur von der eigentlichen Arbeit abhält. Wie macht ihr das, kommt bei euch der Großteil der Aufträge auch einfach so rein?
Es fühlt sich an wie eine warme Blase die gut läuft. Aber manchmal frage ich mich ob ich Chancen verpasse wenn ich nicht aktiv suche. Wie seht ihr das?
Ich messe Erfolg oft daran wie viel durch gezielte Akquise wirklich zustande kommt. Und die Vorstellung dass alles über Netzwerke läuft irritiert mich. Vielleicht ist das Netz eher ein Filter der gute Aufträge herausfiltert.
Vielleicht geht es nicht ums Jagen sondern ums Beobachten. Trends Muster stille Phasen zwischen Projekten. Ein Konzept wie Lead Indikatoren taucht auf ohne dass man es endgültig erklärt.
Ich misstraue dem Gerede von reinem Networking. Aufträge kommen nicht von Kaffee und Zufällen sondern von konkreten Bedürfnissen.
Statt zu fragen woher der nächste Auftrag kommt frage ich mich wie ich Mehrwert schaffe und damit so eine eigene Nachfrage generiere.
Vielleicht ist der wichtigste Punkt nicht Akquise im engeren Sinn sondern das Ausprobieren kleiner Experimente auch wenn sie scheitern. Was würde sich ändern wenn man die Arbeitsweise wirklich umstellt?