Ich stehe gerade vor einer Entscheidung und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Nachdem ich jetzt seit einem Jahr mit einem großen Cloud-Anbieter arbeite, frage ich mich, ob ich nicht vielleicht zu viel Kontrolle abgegeben habe. Die Bequemlichkeit ist groß, keine Frage, aber ich spüre immer öfter dieses ungute Gefühl, in einer Art goldenem Käfig zu sitzen. Besonders wenn ich daran denke, wie schwer es wäre, meine gesamte Infrastruktur woanders hin zu bewegen, wird mir mulmig. Hat jemand ähnliche Gedanken gehabt, nachdem er sich erst einmal richtig eingerichtet hatte?
Ja das kenne ich gut, die Bequemlichkeit hat sich wie eine sanfte Sicherheit eingeschlichen und plötzlich fühlt sich der goldene Käfig zu eng an.
Vielleicht ist der Käfig weniger ein Gefängnis als ein effizientes Cloud Umfeld das sich langsam verschiebt.
Vielleicht missversteht man die Sache leicht und glaubt die Infrastruktur lasse sich nie mehr ohne großen Aufwand verschieben.
Vielleicht geht es nicht darum ganz auszubrechen sondern neue Wege der Kontrolle zu finden die flexibel bleiben und trotzdem stabil wirken.
Ist der Schmerz des Umziehens oft nur Druckmittel um weitere Services zu verkaufen oder steckt dahinter wirklich eine unausweichliche Hürde?
Eine Idee könnte Multi Cloud oder Portabilität sein doch der Begriff bleibt vage und die Praxis unscharf.