Wie viel langeweile ist sinnvoll, damit kinder nicht nur konsumieren?
#1
Ich war letztens mit meinem Sohn auf dem Spielplatz und habe mich mit einer anderen Mutter unterhalten. Irgendwie kamen wir auf das Thema zurück, wie sehr sich die Welt für unsere Kinder verändert hat. Sie meinte dann so beiläufig, dass sie es fast schon als eine Art gesellschaftliche Verantwortung sieht, ihren Kindern ganz bewusst auch mal Langeweile zu gönnen, damit sie nicht immer nur konsumieren. Dieser Gedanke lässt mich seitdem nicht mehr los. Ich frage mich, ob wir das wirklich noch können, einfach nichts zu tun, oder ob wir das verlernt haben.
Zitieren
#2
Es klingt nach einer tiefen Frage. Langeweile wird heute oft als Versagen der Erziehung gesehen, dabei kann sie auch Anstöße geben, eigene Ideen zu finden, statt immer fertige Antworten zu liefern.
Zitieren
#3
Aus der Sicht der kindlichen Entwicklung hat Langeweile eine Funktion. Sie signalisiert Raum für eigene Experimente zu schaffen. Das gelingt oft nicht, wenn dauernd etwas passiert.
Zitieren
#4
Vielleicht klingt der Gedanke der gesellschaftlichen Verantwortung nobel, aber wer definiert wie viel Langeweile gut tut und wann sie wohin führt?
Zitieren
#5
Vielleicht gönne ich meinem Kind Langeweile eher selten, doch sie wirkt wie eine Pause vom ständigen Effizienzdruck.
Zitieren
#6
Eine andere Lesart ist es das Thema neu zu rahmen. Langeweile wird hier nicht als Mangel gesehen sondern als Einladung den eigenen Raum zu entdecken.
Zitieren
#7
Manche hören sofort dass die Verantwortung schwerer wiegt als Freiheit und das fühlt sich in der Praxis oft chaotisch an.
Zitieren
#8
Vielleicht bleibt die Grundfrage offen und man fragt sich eher wie wir lernen mit Langeweile zu arbeiten statt sie zu vermeiden.
Zitieren


[-]
Schnellantwort
Nachricht
Geben Sie hier Ihre Antwort zum Beitrag ein.

Bestätigung
Bitte den Code im Bild in das Feld eingeben. Dies ist nötig, um automatisierte Spambots zu stoppen.
Bestätigung
(Keine Beachtung von Groß- und Kleinschreibung)

Gehe zu: