Wie viel respekt schaffen wir im alltag, wenn wir wegsehen?
#1
Ich habe letztens mit meinem Onkel diskutiert, der meinte, dass die Würde des Menschen in unserer Gesellschaft doch eigentlich ganz gut geschützt sei. Dabei musste ich an eine Situation in der Bahn denken, wo eine ältere Dame lautstark von einem jüngeren Mann beschimpft wurde und alle einfach wegschauten. Irgendwie hat mich das nachdenklich gemacht, ob wir das, was auf dem Papier steht, im Alltag wirklich leben.
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#2
Es trifft mich, wenn ich an die Bahn denke. Würde ist kein Gesetz, sondern eine Art zu reagieren. Wenn alte Damen schreien und niemand einschreitet, fühlt sich das wie ein Scheitern der Gesellschaft an, auch wenn Regeln vorhanden sind.
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#3
Auf dem Papier steht die Würde des Menschen unantastbar, aber der Alltag spricht oft eine andere Sprache. Wer sorgt eigentlich dafür, dass dieses Prinzip in echten Situationen greift, und wie weit reicht es, wenn die Mehrheit wegschaut?
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#4
Vielleicht missverstehe ich das, aber Würde klingt mir zu sehr nach Anspruchsbürokratie. In der Praxis geht es eher darum, was man tut, wenn man kurz innehalten muss, bevor man weitergeht.
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#5
Ich bleibe skeptisch. Ist Würde wirklich so universell, oder ist sie oft ein Wohlfühlbegriff, der sich leicht benutzen lässt, um unangenehme Themen abzulenken?
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#6
Vielleicht ist Würde nicht nur Schutz, sondern eine Art Verantwortung im Alltag. Nicht ich erwarte Respekt, sondern ich frage mich, wie ich anderen sichtbar machen kann, dass ihr Dasein zählt.
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#7
Vielleicht sollten wir das Wort Würde lockerer verwenden und beobachten, wie sich Menschen in Grenzsituationen verhalten, statt auf eine perfekte Moral zu pochen.
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