Ich stehe gerade an einem Punkt, an dem ich mich frage, ob ich mit meiner Arbeit als Illustratorin für Kinderbücher wirklich genug verdienen kann, um langfristig davon leben zu können. Die Projekte machen mir total Spaß, aber die Honorare sind oft so niedrig und unregelmäßig. Manchmal denke ich, ob es klug wäre, mich mehr auf die kommerzielle Illustration für Unternehmen zu konzentrieren, obwohl mir das nicht so sehr am Herzen liegt. Ich habe das Gefühl, ich muss irgendwann eine klare Entscheidung treffen, ob das hier mein Hauptberuf sein kann oder ob es immer nur ein prekäres Nebeneinkommen bleiben wird.
Es klingt so als ob du mit deiner Arbeit wirklich Sinnvolles schaffst und gleichzeitig unsicher bist, wie es weitergeht. Die Freude am Zeichnen macht dein Leben besonders, trotzdem drückt der finanzielle Druck. Du bist nicht allein damit dass Honorare oft niedrig und unregelmäßig sind. Vielleicht hilft es dir zu klären wie viel Geld wirklich gebraucht wird und wie viel Zeit du ready bist zu investieren. Wichtig ist dein Wohlbefinden beim Arbeiten.
Du könntest testen ob eine Mischung aus Illustration und kommerzieller Arbeit dein Einkommen stabilisieren kann. Denk in Monaten statt in Projekten und erstelle eine einfache Haushaltsrechnung damit du real siehst was nötig ist. Prüfe welche Honorarvorstellungen du akzeptieren würdest und welche Schritte nötig sind um regelmäßige Aufträge zu bekommen. Eine klare Entscheidung braucht Zeit und kleine Versuche statt großer Sprünge.
Vielleicht denkst du dass kommerzielle Arbeit einfach nur weniger künstlerisch ist und du willst das so nicht sehen. Was wenn die Erzählstimme einer Firma eine andere Art von Fantasie ist die trotzdem zu deinen Bildern passt. Du könntest das missverstehen und glauben es ginge um reine Massenproduktion statt um Kommunikation.
Vielleicht ist das ganze Gerede über Nebeneinkommen selbst eine Art Angst. Eine skeptische Stimme könnte fragen ob Prekaritaet im kreativen Feld normal ist oder ob der Traum vom langen Leben als Illustratorin realistisch bleibt. Es bleibt dabei dass eine klare Strategie helfen könnte auch wenn der Traum herausfordernd bleibt.
Vielleicht könnte man das Thema neu rahmen statt zu fragen ob Illustration Hauptberuf oder Nebeneinkunft. Man könnte beide Welten als Lernfeld sehen und gezielt Projekte auswählen die dir Spaß machen und zugleich Firmen mit klarer Mission ansprechen. Dann entsteht ein hybrider Weg der beides zulässt.
Bleib offen für Experimente auch wenn du unsicher bist. Du könntest eine kurze Testphase planen in der du nur Aufträge annimmst die ein festes Honorar bieten und dich fragst wie es sich dabei anfühlt.