Wie wähle ich papier für skizzenbücher das nassmedien standhält, ohne zu wellen?
#1
Ich habe in den letzten Monaten angefangen, mit verschiedenen Materialien zu arbeiten, um meine eigenen Skizzenbücher zu binden. Es macht mir großen Spaß, aber ich stehe vor einem kleinen Problem. Ich liebe das Gefühl von schönem, strukturiertem Papier, aber sobald ich mit Aquarell oder Tusche arbeite, wellt sich alles und der Einband leidet darunter. Ich frage mich, ob andere auch diese Zwickmühle zwischen der haptischen Qualität des Papiers und seiner tatsächlichen Tauglichkeit für nasse Medien kennen. Manchmal denke ich, ich sollte mich einfach für eine robuste, aber weniger reizvolle Alternative entscheiden, aber das fühlt sich wie eine Kapitulation an.
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#2
Du kennst das, das reizvolle Papier mit seiner fühlbaren Struktur, das Aquarell ruft förmlich danach und doch wellt es sich. Es ist fast wie eine Begegnung mit zwei widerspenstigen Körpern, die sich gegenseitig testen. Vielleicht gehört genau dieses Spiel zur Freude dazu, auch wenn der Einband stöhnt und sich der Deckel ausdehnt. Papier soll doch schmeicheln, nicht wahr, und doch verlangen nasse Medien ihren Tribut.
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#3
Was passiert da wirklich im Papier? Feuchtigkeit schiebt Fasern, und Spannungen entstehen, die sich in Wellen zeigen. Gewicht, Verarbeitung und Größenanpassung spielen eine Rolle. Dickes, gut gesättigtes Papier mit passender Bindung hält die Feuchte besser aus. Ein Kompromiss wäre oft ein festerer Block 200 bis 300 g pro Quadratmeter säurefrei eventuell gepresst, aber dann verrät die Haptik vielleicht erneut ihren Anspruch.
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#4
Papier ist verdammt menschlich es träumt von Zartheit aber schaut man nur aufs Trocknen merkt man wie hart der Alltag ist. Vielleicht ist der Reiz nicht nur in der Qualität sondern im Warten, im Loslassen des perfekten Moments. Eine Skepsis gegenüber der Idee, dass jedes schöne Papier automatisch gut mit nass arbeitet, bleibt spürbar.
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#5
Statt das Dilemma zu lösen könnte man die Perspektive wechseln. Papier wird zum Bewegungsraum statt zur Festung. Was, wenn man die Fragestellung selbst infrage stellt und fragt ob die Mischung aus schöner Struktur und Nassmedien überhaupt als Problem gilt?
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#6
Kurz gedacht probiere dickes Aquarellpapier als Einzelseiten in einer lose gebundenen Sammlung damit Feuchtigkeit entweichen kann ohne den Einband zu stark zu belasten Und vielleicht klare Trennblätter zwischen den Blättern benutzen.
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#7
Vielleicht ist die Kernfrage ob man die haptische Freude überhaupt gegen die Performance des Papiers aufgeben muss und dabei vergisst dass beides zusammen entstehen könnte wenn man das Konzept neu denkt oder?
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