Ich stecke gerade in einem kleinen, aber für mich wichtigen Projekt fest und muss mich zwischen zwei sehr unterschiedliche Schriftarten entscheiden. Die eine ist klar und modern, die andere hat mehr Charakter, wirkt aber vielleicht etwas zu verspielt für den ernsten Hintergrund des Themas. Ich frage mich, ob ich mit der verspielteren Wahl die Lesbarkeit opfere, nur um einen bestimmten Stimmungsgehalt zu transportieren. Wie geht ihr mit so einer Abwägung um, wenn ihr euch zwischen reiner Funktion und dem gewissen Etwas entscheiden müsst?
Ich würde zuerst die Zielgruppe definieren und eine Messgröße für Lesbarkeit festlegen. Klare Schriftart erleichtert das schnelle Lesen und vermeidet Missverständnisse. Die verspielte Option transportiert Stimmung doch sie kann Informationen verwässern.
Ein klarer Stil wirkt wie ein sauberer Raum der dem ernsten Thema Respekt zollt. Die verspielte Schriftart hat Charakter und macht neugierig doch sie drängt sich vielleicht zu sehr in den Vordergrund.
Vielleicht geht es gar nicht um richtig oder falsch sondern darum wer die Schriftart sieht und in welchem Umfeld es präsentiert wird.
Oder ist vielleicht beides wichtig und der Text lebt von Kontrasten?
Ich bleibe skeptisch bei der verspielten Schriftart sie wirkt manchmal wie ein Accessoire statt wie ein belastbarer Baustein für Inhalte.
Vielleicht rahmst du das Thema neu indem du eine neutrale Titelschrift wählst und die verspieltere Schriftart nur in betonten Passagen nutzt.
Ein Konzept das Schrift als stillen Hinweis auf Haltung nutzt ohne alles zu erklären