Ich stehe gerade vor einer Entscheidung und bin mir unsicher, wie ich weiter vorgehen soll. Nachdem ich meine kleine Webanwendung monatelang auf einem Shared-Hoster betrieben habe, merke ich jetzt, dass die Lastspitzen in den Abendstunden die Performance richtig in den Keller ziehen. Ein Kollege meinte, ich solle mir mal die serverless Architektur anschauen, weil das genau zu meinem unvorhersehbaren Traffic passen könnte. Irgendwie fühlt sich das aber nach einem riesigen Sprung an, und ich frage mich, ob ich mit meinen Kenntnissen da überhaupt durchsteige. Vor allem habe ich Sorge, dass ich am Ende in einer Art Vendor-Lock-in feststecke und die Kosten aus dem Ruder laufen. Wie habt ihr diesen Schritt erlebt?
Klingt verlockend doch der Gedanke an unvorhersehbare Kosten macht mir Bauchschmerzen und ich frage mich wie gut das wirklich in der Praxis funktioniert. Wie habt ihr das erlebt?
Manche Projekte profitieren wirklich von serverless weil du bei Lastspitzen sofort skalisierst und nur zahlst was genutzt wird. Gleichzeitig bekommst du kaum Transparenz bei Kosten wenn unvorhergesehene Faktoren ins Spiel kommen.
Ich habe das Gefühl der Reiz kommt eher aus dem Stil der Architektur als aus der Praxis. Du musst dir klar machen welche Messlatte du wirklich brauchst.
Vielleicht ist der Trick gar nicht serverless sondern eine bessere Struktur deiner Anwendung. Was wenn der echte Vorteil weniger in einer serverless Lösung liegt als in einer gut gestalteten asynchronen Architektur?
Eine Mischlösung mit Edge Caches und asynchronen Queues könnte helfen ohne direkt alles zu riskieren.
Ich habe eine ähnliche Entscheidung erlebt und zuerst einen kostengerechten Pilotplan aufgestellt danach merkte ich dass es an anderen Stellen knistert