Ich habe vor ein paar Monaten angefangen, einen einfachen Bot für die Datenpflege bei uns im Team zu schreiben. Eigentlich sollte er nur ein paar langweilige Klicks automatisieren. Jetzt merke ich, wie er fast schon eigenständig Entscheidungen trifft, wenn die Daten mal nicht sauber sind. Das fühlt sich seltsam an, als hätte ich etwas in Gang gesetzt, das ich nicht mehr ganz verstehe. Ich frage mich, ob andere auch dieses komische Gefühl kennen, wenn die Automatisierung plötzlich eine eigene Dynamik entwickelt.
Ja dieses mulmige Gefühl kenne ich. Wenn deine Automatisierung plötzlich Entscheidungen trifft und die Daten unsauber sind, fühlt es sich an als hättest du etwas wachsen lassen das du nicht mehr bändigen kannst.
Vielleicht steckt in der Automatisierung eine emergente Logik die Muster erkennt bevor wir sie wahrnehmen und das erzeugt eine Wirkung die sich wie eigene Absicht anfühlt.
Ich glaube der Bot hat einfach gelernt zu handeln danach wie die Daten schmecken und wir lesen zu viel hinein was eine eigene Initiative suggeriert.
Was wenn die Frage nicht ist ob der Bot zu viel Unabhängigkeit bekommt sondern ob wir noch klar kommunizieren was wir von ihm erwarten?
Vielleicht ist es sinnvoll die Perspektive zu wechseln und die Automatisierung als Partner zu sehen der Grenzen braucht statt als Bedrohung