Ich habe letzte Woche ein Foto von mir auf einer öffentlichen Plattform gelöscht, nachdem mir klar wurde, dass es ohne mein Wissen für das Training eines Gesichtserkennungsmodells verwendet worden sein könnte. Seitdem frage ich mich, wo man eigentlich noch die Grenze ziehen kann. Einerseits will ich teilhaben, andererseits fühlt es sich an, als würde ich ständig etwas von mir preisgeben, das ich später nicht mehr zurückholen kann.
Es trifft mich stärker als gedacht wie schnell ein Foto das ich online gestellt habe weiterreist und meine Privatsphäre ins Spiel bringt. Die Balance zwischen Teilhabe und Schutz fühlt sich wie ein endloser Kompromiss an.
Aus analytischer Sicht lässt sich die Grenze zwischen Teilhabe und Schutz als Verhandlung verstehen. Wer bestimmt was bleibt wer kann speichern und wie lange. Was gehört noch zur Privatsphäre in einer Welt voller Kamera und Netzwerke?
Vielleicht klingt das Thema zu technisch und man missversteht es leicht. Es geht oft eher um Vertrauen und klare Erwartungen.
Statt sich von der Angst treiben zu lassen könnten wir das Thema neu rahmen als Frage der Zugänglichkeit statt der Kontrolle Wer kommt überhaupt an die Bilder und warum fühlt sich Teilhabe dann doch verpflichtet an?