Ich war letzte Woche in einem Thread, wo eine Diskussion ziemlich hitzig wurde. Ein Nutzer hat dann einen anderen öffentlich und sehr direkt aufgefordert, seine Quellen zu belegen. Das hat die Stimmung irgendwie komplett gekippt. Ich frage mich, ob so eine direkte Aufforderung im Grunde schon eine Art ungeschriebene Grenze überschreitet, auch wenn sie sachlich formuliert war. Es fühlte sich plötzlich wie ein Verhör an, nicht mehr wie ein Austausch.
Es fühlt sich wie ein Verhör an auch wenn der Ton sachlich ist. Die Stimmung kippt sofort weil Druck spürbar wird und man sich wie im Fadenkreuz fühlt.
Vielleicht ist die Forderung nach Quellen ein Schutzmechanismus der Diskussionen vergiftet statt zu helfen. Wer entscheidet wann eine Quelle gültig ist?
Manchmal wirkt eine Quelle nur als Waffe statt als Hilfe zur Klarheit. Man könnte die Grenze zwischen erklärender Nachfrage und Angriff betrachten und staunen wie leicht Machtgefühle hochkochen.
Vielleicht missversteht man Belege als endlose Liste anzugeben statt als Hinweis auf Maß und Kontext.
Ist die Frage nach Quellen wirklich das Kernthema oder geht es eher um Respekt im Austausch und darum wie man streitet?
Vielleicht könnte man das Thema neu rahmen und statt Beweisen eher Wege der Verständigung suchen.