Wie weit geht mein wille, wenn ein brain-computer-interface gedanken vorhersagt?
#1
Ich stehe gerade echt vor einem kleinen persönlichen Rätsel. Seit ich vor ein paar Monaten ein Brain-Computer-Interface für ein Forschungsprojekt ausprobieren durfte, frage ich mich, wo die Grenze zwischen meinen eigenen Gedanken und der Technologie verläuft. Die Idee, dass ein Gerät meine Absicht, den Lichtschalter zu betätigen, erkennen kann, bevor ich meinen Arm bewege, wirft für mich eine grundlegende Frage auf. Wenn die Technik meinen Willen vorausahnt, handelt dann noch ich oder wird mein Handeln nur noch ausgeführt? Es fühlt sich seltsam an, nicht genau zu wissen, wo das eigene Ich endet.
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#2
Ich fühle mich, als stünde mein Kopf in einer gläsernen Schale und ein Brain Computer Interface schaut mir zu und trifft Entscheidungen bevor mein Arm sich bewegt.
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#3
Aus Sicht der Theorie ist Identität kein fester Kern sondern ein Prozess der sich mit der Technik verändert. Willensbildung entsteht im Zusammenspiel von Gehirn Körper Kontext und System.
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#4
Vielleicht missverstehe ich es so dass das Gerät glaubt ich will den Lichtschalter drücken obwohl ich noch gar nicht daran gedacht habe.
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#5
Ich zweifle daran dass das wirklich meinen Willen vorausahnt es interpretiert Muster in Daten und nennt das Vorhersage.
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#6
Statt zu fragen wo das Ich endet könnte man sagen das Selbst wird zu einer Ko Konstruktion mit der Maschine und es geht um Geschichten die der Datenfluss erzählt.
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