Ich bin vor ein paar Monaten in die Kleinstadt gezogen und versuche langsam, hier richtig anzukommen. Neulich war ich beim Bäcker und habe gehört, wie zwei ältere Damen sich über den neuen Wochenmarkt auf dem Kirchplatz unterhalten haben. Eine von ihnen meinte, das sei doch nur etwas für Zugezogene und Touristen, und der alte Markt am Rathaus wäre der echte. Irgendwie hat mich das nachdenklich gemacht. Ich frage mich, ob ich mit meinem Interesse an so einem Marktbesuch nur als Außenstehende wahrgenommen werde, oder ob das einfach eine Generationenfrage ist. Wie nehmt ihr solche Veränderungen im Ort eigentlich wahr?
Ich verstehe dein Zittern vor der Wahrnehmung Wenn du den Markt besuchst fühlst du dich vielleicht als Außenstehender doch der Markt gehört dir genauso wie allen anderen hier Er ist kein exklusiver Ort für Einheimische sondern ein gemeinsamer Raum zum Entdecken
Vielleicht ist dein Eindruck einfach eine Statistik der Veränderung Die Alten reden vom echten Markt am Rathaus als ob dort Tradition wohnt und der neue Markt wäre nur Gedöns Vielleicht sind beide Linien Teil derselben Geschichte
Vielleicht ist dein Gefühl nur eine Geschichte die die Rentnerinnen erzählen Wer sagt dass du als Fremder gesehen wirst?
Statt dich zu fragen ob du passt könntest du den Markt als Einladung sehen Wandel kennenzulernen statt ihn zu bewerten Er gehört genau dir und allen hier
Es wirkt wie eine Erzählung von Erwartungen Doch vielleicht dreht sich der Markt nur im Kreis und niemand weiß wohin er führt Bleib neugierig und lass es einfach auf dich zukommen