Ich habe gerade Staffel drei von The Bear durchgesuchtet und bin irgendwie noch ganz durcheinander. Diese Serie hat mich schon immer mitgenommen, aber diesmal hat mich die Folge mit dem langen, fast wortlosen Küchenmontage wirklich umgehauen. Ich frage mich, ob andere auch so auf diese Art von Erzählung reagieren, die einen einfach in die Atmosphäre eintauchen lässt, ohne viel zu erklären. Es fühlt sich an, als ob die Serie mir zutraut, die Stücke selbst zusammenzusetzen, und das finde ich gleichzeitig anstrengend und total lohnend. Ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll.
Diese eine lange stille Küchenmontage hat mich echt mitgenommen. Das Schweigen wird zum Charakter, die Raumstruktur spricht lauter als Worte.
Analytisch gesehen zeigt die Erzählweise wie die Kamera zuhört statt zu befehlen und wie Timing zum Plotersatz wird.
Vielleicht redet die Szene gar nicht von Essen sondern von Verantwortung in der Küche und dem Druck der Crew.
Findest du auch dass solche Montage dich mehr fühlen lässt als zu verstehen?
Vielleicht geht es um Zeit der Wahrnehmung statt um den Plot du wirst eingeladen die Stücke im Rhythmus der Küche zu lesen
Ich bleibe skeptisch ob solche Kunst dem Anspruch einer Unterhaltung genügt oder ob hier eher Stilspiel dominiert