Ich stehe gerade wirklich vor einer seltsamen Situation und weiß nicht, ob das jemand von euch nachvollziehen kann. Seit ich angefangen habe, mein Zuhause konsequent zu entrümpeln, fühle ich mich in den leeren Räumen manchmal fast unwohl, anstatt befreit. Es ist, als ob die Stille und der freie Platz mir plötzlich zeigen, wie viel Kopfchaos eigentlich noch da ist. Ich frage mich, ob dieser Prozess des Loslassens irgendwann auch im Inneren ankommt, oder ob das Äußere einfach schneller aufgeräumt ist als der Rest.
Ja das kenne ich wenn der Raum leer wird fühlt sich der Kopf voller an und das Entrümpeln macht die Stille plötzlich laut.
Aus psychologischer Sicht braucht der innere Raum oft länger als der äußere Ordnung zustande kommt und das Kopfchaos hat Zeit sich zu zeigen.
Vielleicht ist es nur Staub der Erinnerungen der sich beim Wegwerfen meldet und nicht dein Kopfchaos.
Wieso sollte weniger Zeug automatisch zu mehr Klarheit führen Das klingt nach einer Idee die sich zu einfach anfühlt und doch bleibt sie hängen.
Vielleicht geht es nicht um Entrümpeln als Kontrolle sondern um eine neue Perspektive auf Bedürfnisse und Grenzen.
Was würdest du tun wenn du die Stille aushalten müsstest?