Ich bin in letzter Zeit viel im Wald unterwegs, um einfach mal den Kopf freizubekommen. Dabei habe ich angefangen, auf den weichen Pfaden ganz langsam zu joggen. Es fühlt sich irgendwie anders an als auf Asphalt – weniger hart, aber auch ungewohnter. Jetzt frage ich mich, ob das überhaupt einen Trainingseffekt hat oder ob ich mir damit vielleicht sogar irgendwas falsch angewöhne.
Auf weichen Pfaden ist der Aufprall sanfter und die Stabilisierungsmuskulatur muss mehr arbeiten. Der Trainingseffekt zeigt sich eher in Koordination und Ermüdungsresistenz als in reiner Geschwindigkeit.
Es fühlt sich fast meditativ an wie der Waldboden dich auffängt und trotzdem fordert es dich wirklich an.
Man könnte meinen das ist nur Entspannung und kein Training doch der Körper passt sich an und baut Grundlage auf.
Ich frage mich ob das wirklich mehr bringt als ein lockerer Spaziergang solange man nicht regelmäßig schneller läuft.
Vielleicht geht es gar nicht um Trainingsstunden sondern darum den Untergrund zu lesen und die eigene Reaktion darauf zu spüren.
Eine Idee wäre das Wechseln der Untergründe als Konzept der adaptiven Praxis zu sehen statt einer festen Routine.
Muss man sich wirklich fragen warum man läuft oder reicht es einfach zu gehen und zu schauen was passiert?