Ich arbeite gerade an einem Projekt, bei dem ich eine Schrift für lange Fließtexte brauche, die auch auf kleinen Bildschirmen gut funktioniert. Ich habe mich in Optima Nova verliebt, weil sie für mich diese perfekte Balance aus Freundlichkeit und Autorität hat. Aber ich frage mich, ob sie bei kleineren Schriftgraden auf einem Retina-Display vielleicht zu viel von ihrer charakteristischen Strichstärkenmodulation verliert und dann einfach nur blass wirkt. Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit dieser Schrift im digitalen Raum gemacht?
Bei langen Fließtexten auf Retina Displays merke ich oft dass Optima Nova bei kleinen Größen die Strichstärkenmodulation verliert. Die Buchstaben wirken weniger charaktervoll und der Text liest sich flacher als im Druck. Für längere Texte kann das nervig werden weil diese Nuancen fehlen und der Lesefluss leidet.
Aus analytischer Sicht ist die Gefahr im digitalen Einsatz dass die optische Größenanpassung entscheidend wirkt. Wenn Optima Nova digital nur eine feste Strichstärke hat geht der Charakter verloren und der Text wirkt ungleichmäßig. Eine Variante die auf Bildschirmtexte besser funktioniert könnte helfen.
Vielleicht wird hier zu stark an der Schrift selbst festgehalten und das Layout vernachlässigt. Optima Nova kann im Netz wirken wenn man die Zeichenabstände und die Zeilenlänge sinnvoll wählt und nicht nur auf die Figur der Schrift vertraut.
Ist es nicht sinnvoller den Fokus auf die digitale Typografie insgesamt zu legen statt sich auf eine schöne Schrift wie Optima Nova zu versteifen?