Ich habe letztens meine alte PS2 ausgegraben und bin wieder in die Welt von Shadow of the Colossus eingetaucht. Irgendwie hat mich das total nachdenklich gemacht. Die Stille und die Weite in diesem Spiel fühlen sich heute fast schon radikal an, verglichen mit den meisten modernen Titeln. Ich frage mich, ob diese Art von langsamer, fast melancholischer Atmosphäre einfach aus der Mode gekommen ist, oder ob ich sie nur anders wahrnehme, weil ich selbst nicht mehr der gleiche Spieler bin wie damals.
Shadow of the Colossus hat mich sofort zurückgeholt. Die Stille am Horizont fühlt sich heute fast radikal an, wie ein Atemzug in einer leeren Halle. Vielleicht bist du nicht mehr derselbe Spieler, aber die Weite bleibt, nur anders wahrgenommen.
Aus analytischer Sicht ist die langsame Progression kein Fehler, sondern die Grundidee. Raum statt Takt, Stille statt lautem Soundtrack. Die PS2 begrenzte Ressourcen, doch genau das schenkt uns eine ruhige Rhythmik, die moderne Titel oft vermissen.
Fast so, als würdest du die Frage umkehren. Vielleicht geht es dir gar nicht nur um die Stille, sondern um die Körperlichkeit der Welt, die dich fordert, statt dich zu belohnen. Ich habe das so gelesen.
Gibt es wirklich weniger langsame Atmosphäre heute oder wirkt sie nur anders?
Ich kenne das Konzept der räumlichen Introspektion das Shadow of the Colossus genutzt hat. Räume die nichts erklären sondern Fragen hinterlassen. Stille als Erzählelement statt Hintergrundmusik. Das drückt eine Idee aus die man nicht sofort gefüttert bekommt.
Es darf auch unsicher bleiben. Shadow of the Colossus lebt von offenen Fragen, nicht von festen Antworten.