Ich hatte letzte Woche eine echt unangenehme Situation. Ich bin an einer Kreuzung ganz langsam vorausgefahren, als von rechts einer kam, der wohl Vorfahrt hatte, aber auch ziemlich schnell war. Es hat zum Glück nur einen kleinen Schrammer gegeben. Jetzt sagt mein Versicherer, ich sei hauptverantwortlich, aber der andere Fahrer war doch auch deutlich zu schnell unterwegs. Ich frage mich, ob die Geschwindigkeit des anderen bei der Regulierung überhaupt eine Rolle spielt oder ob das einfach untergeht.
Das klingt nach einer echt harten Situation und ich verstehe deinen Ärger. Oft zählt Regulierung weniger wer schneller war und mehr wer die Vorfahrt missachtet hat und wer dadurch Verantwortung trägt.
Vielleicht hilft es den Blick zu wechseln und zu fragen ob die Frage nach Schuld wirklich das Richtige ist?
Aus der Sicht der Praxis ist Geschwindigkeit oft nur ein Faktor im Gesamtbild der Unfallregulierung und nicht automatisch der Schlüsselfaktor.
Ich bleibe skeptisch ob so eine pauschale Hauptverantwortung passt wenn der andere wirklich mit Volldampf reinkommt.
Wäre es nicht sinnvoller zuerst die konkreten Umstände zu prüfen bevor man Schuld pauschal verteilt?
Vielleicht führt dich eine neutrale Sicht auf die Fakten zu einer Version der Geschichte die sich so nicht sofort bestätigt.