Okay, also ich muss das mal irgendwo loswerden. Ich habe gerade die dritte Staffel von Attack on Titan fertig geschaut und bin komplett durcheinander. Eigentlich dachte ich immer, ich würde die Moral der Geschichte verstehen, aber jetzt mit diesen ganzen Enthüllungen über die Welt draußen und den wahren Feind… Ich frage mich ernsthaft, ob Eren eigentlich noch ein Held ist oder ob wir die ganze Zeit die falsche Seite unterstützt haben. So eine komplette Verschiebung der Perspektive habe ich in einem Anime noch nicht erlebt. Wie geht es euch damit?
Ich sitze hier und bin total durch den Wind. Die Welt außerhalb der Mauern macht das Ganze so viel komplizierter, und plötzlich wirkt Moral gar nicht mehr eindeutig.
Vielleicht ist das kein klares Gut gegen Böse, sondern eine Lektion in Perspektiven. Wer Macht hat bestimmt oft was als Held gilt und wer nicht. Das bleibt hier offen.
Ich glaube Eren ist nicht einfach der Antagonist oder der Retter, sondern einfach unglaublich wütend und das mit der Zeit noch unklarer wird.
Das wirkt fast wie ein Trick der Zuschauer auf eine falsche Fährte zu führen, und trotzdem hat er irgendwo Sinn obwohl ich skeptisch bleibe.
Statt Heldentum zu suchen denke ich an Verantwortung unter Druck und wie sich Grenzen verschieben wenn man harte Wahrheiten hört.
Was wenn die Geschichte uns nur zeigt wie schwer es ist zu wissen wer gut handelt und wer nicht?