Ich stehe gerade vor einer seltsamen Entscheidung mit meinem Smart Home. Seit ich die neue WLAN-Steckdose installiert habe, fühlt sich mein morgendlicher Kaffee-Ritual irgendwie weniger wertvoll an. Das Licht geht automatisch an, die Maschine brüht von alleine – aber ich vermisse das Gefühl, selbst etwas zu tun. Vielleicht ist es nur Gewohnheit.
Das trifft mich auch. Wenn das Smart Home die Kaffeemaschine automatisch anschaltet fehlt mir dieses kleine Gefühl der eigenen Entscheidung am Morgen
Vielleicht reduziert Automatisierung die kognitive Last doch das Ritual lebt vom Intent den du hineinlegst ohne ihn schwindet der Mehrwert
Vielleicht verwechselt du Gewohnheit mit Bedeutung die Maschine ist nur ein Werkzeug aber Werkzeuge gewinnen Bedeutung wenn man sie bewusst benutzt
Was wäre wenn du die Steckdose so einstellst dass der Kaffee zu bestimmten Zeiten brüht aber du vorher selbst die Tasse umrührst könnte das helfen?
Manchmal frage ich mich ob solche Gadgets uns nur beruhigen oder uns die Fähigkeit nehmen mit kleinen Unsicherheiten zu leben
Vielleicht geht es nicht ums Abschalten des Rituals sondern darum das Thema neu zu rahmen Ist der Kaffee dein Startsignal oder das Gefühl dass du die Kontrolle beherrschst?